LebensWeisheiten

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                            (M)eine Sichtweise       Winter 2012

Es ist Ende Februar. Der fast schneelose Winter hat die  Farben der Natur gebleicht – Felder, Wiesen und Sträucher sehen graubraun und leblos aus.

Noch ist es schwer vorstellbar, dass aus dem tristen Einheitsgraubraun wieder all die herrlichen Farben, Formen und Düfte hervorgehen werden, wie in jedem Frühling.

Und doch, es beginnt schon: Die Natur erwacht zu neuem Leben.

Das zarte grün-weiß der Schneeglöckchen wetteifert mit gelben und  lila Krokussen. Die kugeligen Köpfchen der Winterlinge breiten ihre goldgelben Teppiche aus und die Knospen der kleinen Weide vor dem Fenster warten mit ihrem silber-weißem Flaum auf den Besuch der ersten Bienen.

Meisen und Finkengezwitscher liegt in der Luft. Nun fehlt nur noch ein belebender Regen und die wärmenden Sonnenstrahlen. Ja, wieder wird Frühling – die Natur erwacht – ganz „automatisch“ – ohne  menschliches Zutun. Was für ein Wunder, das sich immer im gleichen Rhythmus wiederholt.

Hinter all diesen Vorgängen des Entstehens, des Reifens und Vergehens dieses komplexen
Zusammenspiels   von „Mutter Natur“ muss doch eine intelligente Steuerung, eine wundersame Energie oder Kraft wirken, der wir kaum Aufmerksamkeit schenken, die uns kopfgesteuerten Menschen nichtCIMG6412  bewusst ist. Und doch ist es diese intelligente Kraft und Macht im Universum, die all diese Prozesse bewirkt, steuert, durchdringt und am Leben erhält. Die überall ist und ohne die nichts sein kann.

Ist es nicht genauso, wie im Universum auch mit uns Menschen?

Der Mensch – genau wie die Natur – ist von dieser Lebenskraft und Energie, von dieser steuernden Intelligenz durchdrungen und umgeben.  Wir können sie unterstützen und lenken, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf die Einheit von Körper-Geist-Seele ausrichten, uns dessen bewusst werden.

Wir werden geboren, atmen, nehmen Nahrung auf,  verstoffwechseln und wachsen – alles funktioniert „ganz automatisch“ – offensichtlich ohne unser Zutun.

JA und NEIN, ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Natürlich laufen unsere körperlichen Vorgänge intelligent gesteuert ab, ob wir das wahrnehmen oder nicht. Die Qualität jedoch – ebenso wie die Ereignisse und Umstände, die uns begegnen – können wir bewusst durch die gedankliche (geistig-seelische) Vorstellungskraft beeinflussen, ja steuern. Die Wellenlänge –  also die Schwingungsfrequenz, bestimmen wir ganz entscheidend durch unsere Gedanken und Gefühle. Dabei ist die heilsamste Frequenz die der Liebe.

Meist jedoch lassen wir alles geschehen und nennen das dann Schicksal. Wir sind wie ein Blatt im Wind oder wie ein Schiff auf hoherbutterfly-18070_640[1] See – ohne Steuermann Wind und Wellen ausgeliefert. Statt unser Lebensschiff selbst und bewusst zu lenken fühlen wir uns als Opfer, machen uns Sorgen und haben Ängste.  Dabei ist es unsere wichtigste Aufgabe hier auf Erden, unsere Fähigkeiten und damit unseren Lebensweg zu erkennen und diesen mit Freude und Leichtigkeit zu leben. Diesen Weg muss jeder für sich gehen, niemand kann das für einen anderen tun. Wenn Sie dabei jedoch Unterstützung wünschen, dann lassen Sie uns ein Stück des Weges, der spannend und voller Überraschungen ist,  gemeinsam gehen und die  Transformation von der unscheinbaren Raupe zum schillernden, leichten Schmetterling erleben.

 

Ich glaube, dass wir einen Funken jenes ewigen Lichts in uns tragen, das im Grunde des Seins leuchten muss und welches unsere schwachen Sinne nur von Ferne ahnen können.   Diesen Funken in uns zur Flamme werden zu lassen und das Göttliche in uns zu verwirklichen, ist unsere höchste Pflicht.

                                                                                                          Johann Wolfgang von Goethe

Du bist besonders, einfach, weil du bist    

Jeder Mensch ist einzigartig, absolut einmalig. Noch nie zuvor hat es jemanden wie dich gegeben und nie wieder wird es jemand wie dich geben!

Erkenne deine Besonderheit. Es ist nicht nötig, si zu erlangen, sie ist schon vorhanden – du brauchst sie nur zu erkennen!

Geh in dein Inneres und fühle sie!

Keiner hat den gleichen Daumenabdruck wie du, keiner hat die gleichen Augen wie du, keiner hört sich an wie du, keiner schmeckt wie du. Du bist absolut außergewöhnlich.

Geh einfach nach innen und erkenne dein Sein.

Meine ganze Botschaft lautet: Akzeptiere den, der du bist, weil auch Gott ihn akzeptiert. Gott respektiert dich, nur du selbst hast dein Sein noch nicht respektiert. Sei doch froh und glücklich, dass du sein darfst, dass du existieren und seine Welt  erleben darfst. Dass du seine Musik hören, seine Sterne, seine Menschen sehen kannst, dass du lieben und geliebt werden darfst.

Freu dich! Ich sage immer wieder: Freu dich darüber! Und durch deine Freude wird nach und nach ein Raum in dir entstehen, in dem die Erkenntnis blitzartig in dir explodieren kann:
Du bist etwas Besonderes!

Aber denke daran, das kommt nicht als Ego; du bist nicht etwas Besonderes im Vergleich zu anderen. Nein, wenn es passiert, weißt du, dass jeder etwas Besonderes ist und dass es nichts gibt, was gewöhnlich wäre.

Das ist das Kriterium: Sobald du denkst, dass du etwas Besonderes bist, etwas Besseres als dieser Mann oder diese Frau, hast du es noch nicht verstanden.

Dann ist es nur ein Spiel des Egos.

Du bist etwas Besonderes; aber nicht im Vergleich. Du bist besonders, aber nicht im Vergleich zu irgendjemand anderem. Du bist besonders, einfach, weil du bist.

Sei du selbst! Respektiere dein Wesen, denn es ist ein Geschenk Gottes.

Ahme nie jemanden nach! Sei du selbst. Wenn du dein authentisches Selbst bist, wirst du erkennen, dass du etwas Besonderes bist. Gott liebt dich – so sehr, dass er dich hier sein lässt. Darum bist du überhaupt hier, sonst würde es dich überhaupt nicht geben. Das beweist doch seine unermessliche Liebe zu dir. Aber du bist nicht besonders im Vergleich zu deinen Mitmenschen, deinen Freunden, deiner Frau, deinem Mann. Du bist einfach etwas Besonderes, ganz für Dich allein. Du bist der einzige Mensch, der so ist wie du. Durch diese Wertschätzung, durch dieses Verständnis wird jedes Bestreben, etwas Besonderes zu sein, aufhören.

Du bist perfekt und völlig in Ordnung, so wie du bist. Das nenne ich Selbstachtung.

Sich selbst zu achten bedeutet, die Achtung Gottes anzuerkennen. Es bedeutet, den Schöpfer anzuerkennen, denn du bist wie ein Gemälde – sein Gemälde. Und indem du das Gemälde anerkennst, gibst du auch dem Maler Anerkennung.

Achte und akzeptiere dich und gib dir selbst Anerkennung – dann wird dieses ganze törichte Bemühen, etwas Besonderes sein zu wollen, verschwinden.

Einfach am Leben zu sein, ist ein solches Geschenk!

Du selbst zu sein, ist die reichste Erfahrung auf der Welt. Du selbst zu sein gibt dir alles, was du zu deiner Erfüllung brauchst, alles, was deinem Leben Sinn und Bedeutung gibt. Einfach du selbst zu sein und entsprechend deiner Wesensnatur zu wachsen bringt dir die Erfüllung deines Schicksals.

Akzeptiere dich einfach so, wie du bist!

Gott hat dich perfekt gemacht, er hat an dir nichts unvollkommen gelassen. Und wenn du das Gefühl hast, etwas sei unvollständig, dann macht gerade das deine Vollkommenheit aus. Du bist auf perfekte Weise unperfekt.

Gott weiß es besser. Nur in der Unvollkommenheit gibt es Wachstum, nur in der Unvollkommenheit gibt es  Fortschritt. Wenn du schon vollkommen wärest, dann wärest du nicht hier.

Akzeptiere dich so, wie du bist!

Aus: Osho,  Das Buch vom Ego

Dicke Eiche 20.04.2011 003

 

Menschen sind wie Sterne,
wandern in einer Welt ohne Zeit und Raum.helix-nebula-11155_640[1]
Sie begegnen einander und lernen sich kennen.
Ein Stück gemeinsamer Weg – ein Augenaufschlag im Universum –
um sich dann wieder in den Weiten der Ewigkeit zu verlieren.
Quelle unbekannt

 

Nada Brahma die Welt ist Klang und wir sind es auch

Die Quelle allen Seins ist der Ton
Die Essenz aller Wesen ist die Erde
Die Essenz der Erde ist das Wasser
Die Essenz des Wassers sind die Pflanzen
Die Essenz der Pflanzen ist der Mensch
Die Essenz des Menschen ist das Wort
Die Essenz des Wortes ist das heilige Wissen
Die Essenz des heiligen Wissens ist Klang
Die Essenz von Klang ist das SEIN

Indische Weisheit

Ich schließe meine Augen, um zu sehen.
                                                                          Paul Gaugui

 

Die drei Siebe

Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen. “Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund….”
“Halt ein” unterbrach ihn der Philosoph.
“Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?”
“Drei Siebe? Welche?” fragte der andere verwundert.
“Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?”
“Nein, ich hörte es erzählen, und…”
“Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft.
Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht wahr ist – wenigstens gut?”
Der andere zögerte. “Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil…..”
“Nun”, unterbrach ihn Sokrates.
“so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint.”
“Notwendig gerade nicht….”
“Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir eben sagen wolltest,
weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit.”

(nach Sokrates,eingeschickt von einer Zeit zu leben-Leserin)clouds-74881_640[1]

 

                            

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             ES IST EINFACH LIEBE.

             LIEBE IST DIE KRAFT,
DIE DIE ENERGIEN

             IM UNIVERSUM ZUSAMMENFÜHRT.
             DAS WISSEN UM DIE TECHNIK IST ZWEITRANGIG.
             LIEBE IST  DER SCHLÜSSEL  FÜR ALLES HEILEN.

                                                                                                         Ron Carson

 

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.

“Herr”, fragten sie “was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.”

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: “Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?”

Es kam die gleiche Antwort: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: “Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”   (Quelle unbekannt)
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Gebet des älter werdenden Menschen

 Oh Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag
zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema
etwas sagen zu müssen.

 Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

 Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch),
hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.

 Bewahre mich vor der Aufzählung endloser
Einzelheiten und verleihe mir Schwingen,
zur Pointe zu gelangen.

 Lehre mich schweigen über meine Krankheiten
Und Beschwerden. Sie nehmen zu,
und die Lust, sie zu
beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

 Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen,
mir die Krankheitsschilderungen anderer
mit Freude anzuhören, aber lehre mich,
sie geduldig zu ertragen.

 Lehre mich die wunderbare Weisheit,
dass ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich.

 Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete
Talente zu entdecken, und verleihe mir o Herr,
die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

 (Teresa von Avila (1515 – 1582)

 

cute-92744_640[1]Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

 

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

“Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?” fragt der eine Zwilling.

“Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird.” antwortet der andere Zwilling.

“Ich glaube, das ist Blödsinn!” sagt der erste. “Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?”

“So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?”

“So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.”

“Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.”

“Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‘nach der Geburt’. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.”

“Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.”

“Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?”

“Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!”

“Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.”

“Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt….”

Nach Henry Nouwen

 

  little-girl-106912_640[1]Bitte eines Kindes

 Verwöhne mich nicht.

 Ich weiß ganz gut, dass ich nicht alles haben sollte, worum ich dich bitte.   Ich prüfe dich nur.

  Habe keine Angst, fest mit mir zu sein.   Es ist mir lieber, ich weiß dadurch, woran ich bin.

Wende keine Gewalt bei mir an.
Sonst lerne ich, dass es nur auf Gewalt ankommt. Ich lasse mich ohne Gewalt viel bereitwilliger führen.

Sei nicht inkonsequent.
Dies verwirrt mich, so dass ich umso mehr versuche, wo ich kann, meinen Willen durchzusetzen.

Mache keine Versprechungen, denn vielleicht kannst du sie nicht einhalten.
Dies würde mein Vertrauen in dich entmutigen.

Falle nicht auf meine Herausforderungen herein, wenn ich Dinge sage und tue, nur um dich aufzuregen.
Denn sonst werde ich versuchen, noch mehr solche “Siege” zu erringen.

Rege dich nicht allzu sehr auf, wenn ich sage, “Ich hasse dich”.
Ich meine es nicht so, aber ich möchte, dass es dir leid tut, was du mir angetan hast.

Lasse mich nicht kleiner fühlen, als ich bin. Dafür benehme ich mich dann wie ein “großes Tier”.

Tue nichts für mich, was ich selber tun kann.
Denn sonst bekomme ich das Gefühl, ein Baby zu sein, und ich könnte dich auch weiterhin in meine Dienste stellen.

Sei vorsichtig, dass mein schlechtes Betragen mir nicht eine Menge Aufmerksamkeit einbringt. Dies würde mich nur ermutigen, meine schlechten Angewohnheiten beizubehalten.

Rüge mich nicht in Gegenwart anderer.
Es macht auf mich einen viel größeren Eindruck, wenn du ruhig unter vier Augen mit mir sprichst.

Versuche nicht, mein Benehmen noch während der Aufregung mit mir zu besprechen.
Aus irgendwelchen Gründen ist mein Gehör zu dieser Zeit nicht sehr gut,
und meine Mitarbeit ist sogar noch schlechter.

Es ist in Ordnung das Erforderliche zu unternehmen, aber lass uns erst später darüber sprechen.

Nörgle nicht.
Wenn du es tust, muss ich mich davor schützen, indem ich taub erscheine.

Verlange keine Erklärungen für mein schlechtes Benehmen.
Ich weiß wirklich nicht, warum ich es tue.
Stelle meine Ehrlichkeit nicht allzu sehr auf die Probe.  Ich bekomme leicht Angst, so dass ich dann Lügen erzähle.

Vergiss nicht, dass ich gern Dinge ausprobiere.   Ich lerne davon; bitte gewöhne mich daran.

Schütze mich nicht vor unangenehmen Folgen.
Es ist nötig, dass ich aus Erfahrung lerne.

Beachte meine kleinen Wehwehchen möglichst wenig.
Wenn ich zu viel Aufmerksamkeit für sie bekomme, kann ich lernen, Vorteile in der Krankheit zu sehen.

Weise mich nicht ab, wenn ich ehrliche Fragen an dich richte.
Sonst werde ich dich nicht mehr fragen,  sondern anderswo Belehrung suchen.

Gib nur auf dumme oder bedeutungslose Fragen keine Antwort.
Ich möchte nur, dass du dich mit mir beschäftigst.

Glaube nicht, dass es unter deiner Würde ist, dich bei mir zu entschuldigen.
Eine ehrliche Entschuldigung gibt mir ein überraschend warmes Gefühl für dich.

 Lege es mir nicht nahe zu glauben, dass du vollkommen oder unfehlbar bist.
Diesem Standard entsprechend zu leben, wäre zu viel für mich.

Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht allzu viel Zeit für mich hast.
Es kommt darauf an, wie wir die Zeit, die du hast, mit einander verbringen.

Meine Ängstlichkeit darf dich nicht ängstlich machen, denn sonst werde ich noch ängstlicher.

Zeige mir Mut.
Vergiss nicht, dass ich ohne viel Verständnis und Ermutigung nicht gedeihen kann.
Aber ich glaube, dass ich dir das nicht zu sagen brauche.

Behandle mich genauso, wie du deine Freunde behandelst, dann werde ich dein Freund sein.
Denke daran, dass ich vom Beispiel mehr lerne als von der Kritik.

„Es gibt Menschen, die der Meinung sind,
gewisse Probleme/Konflikte ließen sich nicht lösen.
Diese Menschen haben aus zwei Gründen recht:
Erstens, weil die Welt das ist, was jeder Mensch von ihr denkt,
und zweitens, weil viele Probleme mit dem herkömmlichen Denken
tatsächlich nicht lösbar sind.“

(René Egli)

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Die 10 Gebote der Gelassenheit

Papst Johannes XXIII. formulierte für sich einige Vorsätze, die er im Laufe der Zeit auf zehn Regeln erweiterte. Bekannt wurden sie als “Dekalog der Gelassenheit”. In diesem „Dekalog der Gelassenheit“ schuf Johannes XXIII. zehn Gebote, in denen er auf undogmatische Weise eine einfache Lebensphilosophie anbot:
10 praktische und sehr hilfreiche Übungen für den Alltag.

1. Leben         Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben – ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

2. Sorgfalt      Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten:  Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht
danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern… nur mich selbst.

3. Glück          Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin … nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.

4. Realismus   Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

5. Lesen          Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele. (Anm. fwk: Ahnte er etwas von “Dialog mit Ich“?)


6. Handeln    
Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen – und ich werde es niemandem erzählen.

7. Überwinden          Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt  fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

8. Planen        Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten:
vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

9. Mut            Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.

10. Vertrauen           
Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten –  dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und ohne Ungeduld.

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Geduld

Wenn der Baum geboren wird,

ist er nicht sofort groß.

Wenn er groß ist,

    blüht er nicht sofort.

                                          Wenn er blüht,

                                             bringt er nicht sofort Früchte hervor.

                                         Wenn er Früchte hervor bringt,

                                   sind sie nicht sofort reif.

                                Wenn sie reif sind,

                                         werden sie nicht sofort gegessen.

                             Aegidius von Assisi

Losgehen

mitten im Winter

mit müden Beinen

und ängstlichem Herzen.man-93514_640[1]

Losgehen,

weil da ein Weg ist,

der zum Gehen einlädt.

Losgehen,

ohne sich umzusehen

nach Vertrautem,

Gewohnheiten ablegen,

bedürfnislos werden.

Losgehen

und während des Gehens

die  alte, enge Haut abstreifen,

Verkrustungen aufbrechen

und sich verändern lassen.

Ute Latendorf

 

Mitgefühl haben bedeutet, zu erkennen, dass alle
Lebewesen gleich sind, also auf ähnliche Art und Weise
leiden. Es bedeutet, anderen mit Respekt zu begegnen
in dem Wissen, dass sie niemals von irgend  jemand
getrennt sind und auch niemandem wirklich überlegen
.

Peter Lauster

 

Nägel im Zaun

wood-head-54483_640[1]Es war einmal ein Junge mit einem schwierigen Charakter. Er war aufbrausend, und ständig stritt er mit anderen, oft um Kleinigkeiten.
Eines Tages gab ihm sein Vater einen Beutel mit Nägeln mit folgendem Auftrag; Jedes Mal, wenn er wütend wird, die Geduld verliert oder streitet, solle er einen Nagel in den Gartenzaun schlagen. Am ersten Tag schlug der Junge 17 Nägel in den Zaun. Doch in den folgenden Wochen wurden die Nägel, die er einschlagen musste, nach und nach weniger. Er war zu der Einsicht gekommen, dass es einfacher war, sich zu beherrschen, als ständig Nägel einzuschlagen.
Schließlich kam der Tag, an dem er keinen einzigen Nagel mehr in den Zaun schlug. Er ging zu seinem Vater und erzählte es ihm.
Der lobte ihn und bat ihn, nun an jedem Tag einen Nagel wieder herauszuziehen, an dem es ihm wieder gelang, sein Temperament erfolgreich unter Kontrolle zu halten.
Viele Tage vergingen, denn es steckten ja viele Nägel im Zaun. Aber dann war es geschafft, und der Sohn konnte seinem Vater berichten, dass alle Nägel aus dem Zaun entfernt seien.
Bedächtig ging der Vater mit dem Sohn zum Zaun und sagte zu ihm: „Mein Sohn, du hast dich in den letzten Wochen sehr gut benommen. Aber schau, wie viele Löcher du in dem Zaun hinterlassen hast .Er wird nie mehr der gleiche sein.
Jedes Mal, wenn du Streit mit jemandem hast und ihn beleidigst, bleiben Wunden zurück – wie diese Löcher im Zaun. Und diese Wunden, die du durch Worte verursachst, tun genauso weh, wie eine körperliche Wunde.
Ganz egal, wie oft du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben. Sei also in deinem weiteren Leben sehr achtsam mit deinen Worten, denn nur wenige Menschen sind in der Lage, dir wirklich aus tiefstem Herzen und voller Liebe zu verzeihen, so dass Heilung für euch beide geschehen kann.“
Sehr nachdenklich gingen sie zum Haus zurück. Als Erinnerung an die Worte seines Vaters trug der Sohn stets einen kleinen Nagel bei sich, den er in besonders schwierigen Situationen liebevoll mit der Hand umschloss, und so gelang es ihm, mit allen Menschen friedvoll umzugehen.

(Nach einer “Belehrung” eines weisen Lehrers)

Schöpfung

 

Schöpfe aus dem Brunnen deiner Seele,

bis das Wasser frisch und klar wird.

Schütte deine Vergangenheit in den Sand,

denn sie  will verdunsten.

Atme den Wind

Frage niemand

Und geh diesen Weg,

bis die Stirn kühl wird

und der Stein funkelt.

Peter Lauster          -Liebesgefühle -